Der Hypothekarkredit (Hypokredit)

Der Hypothekarkredit ist eine Kreditart, die meist von Banken für den Erwerb von Immobilien durch Kunden vergeben wird.  Es gibt verschiedene Bezeichnungen für den Hypokredit, die sich nach der speziellen Verwendungsform richten – so etwa die Bezeichnungen Hypokredit, Hypothekendarlehen Hausbaukredit, Hauskaufkredit u.v.m.  

In dem meisten Fällen werden dann die erworbenen Immobilien durch einen Eintrag ins Grundbuch besichert. Zweck dieser Besicherung ist es, die Bank gegen das Kreditrisiko abzusichern, etwa für den Fall, dass der Kreditnehmer die monatlichen Tilgungsraten nicht mehr zahlen kann. Im Grundbuch wird daher eine Hypothek oder ein Pfandrecht eingetragen. Dieses Pfandrecht kann von der Bank im Falle der Zahlungsunfähigkeit geltend gemacht werden um das Pfand zur Tilgung zu verwenden.

Steigende Immobilienpreise – Mehr Hypokredite

Hypothekarkredite sind bei Kreditinstituten beliebt, dies insbesondere in Zeiten steigender Immobilienpreise. Denn ein steigender Marktwert für Immobilien reduziert das Kreditrisiko der Banken für alle bestehenden Immobilienkredit. Dies führt innerhalb des Bankensektors historisch gesehen zu weniger Zurückhaltung bei der Kreditvergabe.

Grundsätzlich gilt die Regel: Je besser die Konjunktur, desto mehr Kredite werden vergeben. Dies betrifft auch den sogenannten Belehnungswert oder die Belehnungsgrenze, also das prozentuelle Verhältnis zwischen dem Verkehrswert der Immobilie und der Höhe des gewährten Kredits.

Wenn ein Haus beispielsweise einen Verkehrswert von € 500.00,- hat und die Summe des gewährten Darlehens dieselbe Summe beträgt (ebenso €500.000,-),  so spricht man von einer 100%igen Belehnung. Auch hier gilt: Je besser die Zeiten, desto leichter ist es, einen hohen Belehnungswert zu erreichen.

Hauptfaktor Bonität

Hauptfaktor bei der Kreditvergabe ist, wie bei der Vergabe von allen Krediten, selbstverständlich die Bonität des Kunden und die Bedienbarkeit der Finanzierung. Je höher das verfügbare Einkommen des Kreditwerbers/der Kreditwerberin ist, desto besser ist auch seine/ihre Fähigkeit, den Kredit zurückzubezahlen. Hier wird von den Banken eine sogenannte Haushaltsrechnung durchgeführt, welche alle regelmäßigen Einnahmen und Zahlungsverpflichtungen der Antragsteller berücksichtigt. Weitere wichtige Punkte bei der Bestimmung der Bonität sind Einträge beim KSV oder und anderen Kreditauskunftstellen.