Unter Versandhauskredit versteht man einen Kredit, den Versandhäuser anbieten, um den Kauf von Produkten zu erleichtern und fördern. Diese Kredite sind werbetechnisch oft gut vermarktet und stellen sich für den Konsumenten verlockend dar. Rechnet man jedoch die zu bezahlenden Zinsen mit ein, so kann ein Versandhauskredit oft eine teure Angelegenheit für den Konsumenten werden. Viele Konsumenten, die in die Schuldenfalle geraten, klagen über ausstehende Schulden bei Versandhäusern.

Im Vergleich zu gewöhnlichen Krediten sind Kredite bei Versandhäusern meist höher verzinst. Diese kommt daher den Käufern von Konsumprodukten teuer. Ein Grund dafür ist, dass relativ geringe Kreditsummen finanziert werden, der Verwaltungsaufwand, also die Verwaltungsgebühren, für die Kreditgewährung verhältnismäßig hoch ist.

Zudem haben Versandhäuser keinen Datenzugang zum Kreditschutzverband. Deshalb wird die Bonität der Konsumenten so bewertet als hätten sie bereits Schulden, weil man ohne Bonitätsprüfung nicht sagen kann, eine eventuelle Verschuldung oder Überschuldung vorliegt oder ob es bereits registrierte Zahlungsprobleme gibt.

Für die Kunden hat das aber auch Vorteile, weil Personen mit schlechter Bonität ohne die strenger Bonitätsprüfung einer Bank auskommen und ihren Sofortkredit in Form eines Einkaufskontos für Waren von den Versandhäusern trotzdem erhalten.