Der Dispokredit (Rahmenkredit)

Finanzinstitute können durch die Bewilligung von Krediten den notwendigen Kapitalbedarf für ihre Kunden schaffen.  Sowohl bei Immobilien- wie auch Konsumentenkrediten werden bei der Vergabe der Kredite ähnliche Kriterien herangezogen. Wichtige Faktoren, die zur Bewilligung und Ablehnung eines Kredites führen können, sind die Einkommenssituation, der Schuldenstand sowie die Bonität des Kunden. Darüber hinaus können Banken einfach auch einen Überziehungsrahmen am Konto eines Kunden einräumen (Dispokredit), wenn dieser über die entsprechende Bonität verfügt. Denn auch so wird Liquidität geschafft. Der Kunde kann beim gewährten Überziehungsrahmen am eigenen Konto „ins Minus gehen“. Der Terminus „Dispokredit“ wird häufig in Deutschland verwendet, in Österreich spricht man vom „Rahmen“ oder „Überziehungsrahmen“, gemeint ist aber dasselbe.

Einkommen bestimmt Höhe des Überziehungsrahmens

 

Weitaus am häufigsten wird ein Überziehungsrahmen bei Girokonten eingeräumt, welche gleichzeitig auch Gehaltskonten sind. Banken räumen üblicherweise das doppelte Nettogehalt als Limit ein,  der Rahmen ist wiederholt ausnutzbar, kann aber befristet sein. Vor der Finanzkrise im Jahr 2009 wurden Rahmenkredite in der Höhe von bis zu 6 Monatsgehältern vergeben. Doch aufgrund verschärfter Richtlinien sind derartig hohe Dispokredite nicht mehr der Standard.

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Der Rahmenkredit schafft Liquidität – Achtung jedoch bei den Zinsen!

 

 

Für den Kunden wichtig und vorteilhaft ist, dass die Bank den Rahmen rasch bewilligen kann und so die benötigte Liquidität auch schnell verfügbar ist – ein Rahmenkredit ist also ein richtiger Sofortkredit oder Blitzkredit. Unternehmern und Studenten wird meist kein Dispokredit eingeräumt, da das Einkommen entweder schwankt oder nicht vorhanden ist. Bei Pensionisten stellt das Alter des Kontoinhabers oft ein Risiko für die Bank dar, da nach Ableben einer Person natürlich auch der Bezug der Pension erlischt.

Achtung Zinsenfalle!

Kunden, die den Rahmen ausschöpfen, sollten beachten, dass hier relative hohe Zinsen anfallen. Benötigt man längerfristig Kapital, empfiehlt es sich aus Kostengründen eine Umschuldung durchzuführen, da sich die Zinsersparnis rechnet. Wir beraten Sie gerne mit Blick auf die Zusammenlegung der Schulden und rechnen für Sie aus, wieviel Sie sich dabei sparen können. Gerne bewilligt werden Umschuldungen im Übrigen bei grundbücherlichem Eigentum.